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Die 22 Stunden von Chamonix

Eine Skitour zur Aig. du Tacul (3444 m)

Morgens um 4 starteten Marco und Gregor zu Hause in St. Peter. In flotter Fahrweise ging es durch die Schweiz, so dass wir Chamonix schon um 7 Uhr erreichten.

Dadurch konnten wir schon mit einer der ersten Bahnen auf die Aig. du Midi fahren. Auf bekannter Strecke wurde durch das Valle de Blanche abgefahren bis unterhalb der Seracs du Geant. Dort zogen wir die Felle auf die Ski und stiegen auf über den Glacier des Periades Richtung Aig. du Tacul. Am Bergschrund wurden die Ski mit den Steigeisen getauscht und weiter ging es über die ca. 45° steile Westflanke Richtung Col du Tacul. Dort deponierten wir die Ski und stiegen weiter über den kombinierten Westgrad Richtung Gipfel, den wir zur Mittagszeit erreichten. Vom Gipfel hat man eine beeindruckende Sicht auf die Nordwand der Grandes Jordasses.

Nachdem wir gründlich auch den Walker-Pfeiler studiert hatten, stiegen wir wieder in den Col du Tacul ab. Und dann - hatten wir die Idee: Über die Nordwand des Col du Tacul abzusteigen, was wir auch sofort in die Tat umsetzten. Im oberen, ca. 55° steilen Wandteil, herrschten ziemlich schlechte Verhältnisse (eigentlich hätten wir abseilen können...). Im unteren, dafür breiteren - aber immer noch 50° steilen Wandteil - fand die Prozedur des Steigeisenwechselns gegen Ski statt - was bei ca. 50° ein recht schwieriges Unterfangen darstellt! So konnte der untere Teil dann mit den Ski befahren - oder genauer gesagt, auf den Kanten hinuntergerutscht werden. Da wir uns nicht getrauten, mit Ski über den Bergschrund zu springen, seilten wir ab. Weiter ging es über den Capucin-Gletscher in schöner, aber immer noch steiler, Abfahrt (ca. 40°) hinunter auf den Leschaux-Gletscher. Im unteren Teil fuhren wir allerdings verkehrt, so dass wir noch mal ca. 100 Hm aufsteigen mussten. Etwa um 16 Uhr waren wir dann wieder im Val de Blanche.

Durch das Val de Blanche ging es dann weiter Richtung Montevers, wo wir gegen 18.30 Uhr ankamen. Leider hatte die Eisenbahn schon ihren Betrieb eingestellt und im Hotel Motevers war auch kein Mensch zu finden. So mussten wir die Ski wieder auf den Rucksack binden und auf den Bahngleisen hinunter nach Chamonix laufen. Chamonix erreichten wir entkräftet so gegen 20.30 Uhr. Gregor wäre keine halbe Stunde mehr weiter gelaufen.

Nachdem wir uns umgezogen hatten, gingen wir um uns zu stärken erst einmal in die Poco-Loco Bar. Was bei einem Chamonix-Besuch sowieso obligatorisch ist. So gestärkt traten wir dann die Heimreise an. St. Peter erreichten wir um 2 Uhr morgens - 22 Stunden nach unserer Abfahrt. Für ein wohlverdientes Bier blieb dann schon noch Zeit.


Abstieg über die Nordwand


 
 
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