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125 Jahre Klettersport im Schwarzwald

Als um 1880 die ersten Spinner im Schwarzwald mit dem Klettern begannen, konnten sie wohl nicht ahnen, dass aus dem Sport einiger Individualisten 100 Jahre später ein Modesport geworden ist. In diesen 125 Jahren hat sich allerdings einiges getan. Felsen wurden erschlossen und wieder vergessen, andere sowie sämtliche große Schwarzwaldwände wurden gesperrt. Eigentlich unbedeutende Felsen sind die heutigen Mode-Klettergebiete.

Die klettertechnische Erschließung des Südschwarzwaldes begann um das Jahr 1880 durch den großen Alpinisten und Skipioniers Wilhelm Paulke mit der gezielten Erschließung des Batterts bei Baden-Baden. Wilhelm Paulke fand wohl auch den Weg in das Höllental, und es gilt als verbürgt, das der Paulketurm 1880 erstmals bestiegen wurde. Die Erstbesteigung des Paulketurms darf heute gewissermaßen als Geburtsstunde des Kletterns im südlichen Schwarzwald angesehen werden.

In den folgenden Jahren wurden dann auch verschiedene Routen an jenem Turm eröffnet. Auch wurden in den Jahren vor 1900 der Falkensteiner-Grat und der Freiburger Grat - beide ebenfalls im Höllental - erstmals begangen. Nachweislich vor dem 1. Weltkrieg bestiegen wurden auch der Kandelfels über den sog. Kuhweg aus, sowie die ersten Routen im Gfäll bei Oberried eröffnet.

Nach dem 1. Weltkrieg begann eine kletterfreudige Jugend nach neuen Wegen Ausschau zu halten. So stieg die Seilschaft Wagner-Kubernek-Uhlein 1920 erstmals durch die Ostwand des Falkensteiner-Grates, die leicht überhängend von einer bandartigen Verschneidung steil und exponiert durchrissen wird. Der letzte Überhang musste gar mit einem Steigbaum erklommen werden.

Die Männer um Erich Wagner hatten allerdings noch ein anderes großes Ziel: Die Wand über dem Hirschsprung. Diese höchste Schwarzwald-Wand wurde dann auch auf zwei Wegen erklommen, und zwar die Nord- und die Westwand. Am 07. August 1924 gelang dann der Seilschaft Wagner-Kubernek ein weiterer großer Coup: Und zwar mit der Durchsteigung der Südwand am Feldsee-Felsen. Berüchtigt war die Feldsee-Wand für ihre Unfälle. So verunglückte Kubernek 1929 tödlich in "seiner" Wand, als er als Alleingänger den Durchstieg versuchte. 

Am 30. Mai 1921 konnte dann von Wagner u. Uhlein die Ostwand des Schafensteins erstmals nach hartem Ringen in 8 stündigem Kamp durchstiegen werden. 

Bis zum Beginn des 2. großen Knalls (Weltkriegs) waren auch alle wichtigen Wände, z.T. auf verschiedenen Wegen erstiegen. Nach dem 2. Weltkrieg dachte man, dass mit Erreichen des 6. Schwierigkeitsgrades das Ende der Fahnenstange erreicht sei. Man glaubte die klettertechnischen Schwierigkeiten liesen sich nur noch mit technischen Hilfsmitteln bewältigen. Beispiele aus dieser Zeit sind: Kandelfels, großes Dach, alte Führe (5+ A2); die beeindruckende Risslinie hinter dem Hirschsprung "Hirschhoch" (6 A2); die Kante am Extremfelsen in der Teichschlucht (A2); sowie unter Einsatz von Bohrhaken die Super-Diretissima am Feldseefelsen und das Große Dach, Neue Führe, Kandelfels.

1978 dann endlich gelang dann dem Freiburger Lutz Scherer mit der freien Begehung des Großen Axmanns an den Gfällfelsen erstmals der 7. Grad. Jener Lutz Scherer erschloss dann in den 80er Jahren zahlreiche Sportkletterrouten im Gfäll und in den Scheibenfelsen. Das Freiklettern und Clean-Climbing war angesagt, daher waren die Haken-Abstände auch entsprechend groß.

In den 90er Jahren kam dann die große Welle der Kletterverbote und zahlreiche interessante Felsen mussten geopfert werden.

 

 

 
   


 
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